Mit einer höheren Perspektive hast du einen besseren Überblick.
Je mehr du das ganze Bild erkennst, desto besser erkennst du deinen Sinn des Lebens darin.
Je höher du auf den Baum hinaufkletterst, desto weiter kannst du gucken und desto mehr kannst du sehen.
Mit diesem Kapitel möchte ich dich dazu animieren, höhere Perspektiven oder Sichtweisen einzunehmen, wenn du dich mit dir selbst und deinem Sinn des Lebens auseinandersetzt.
Dann wirst du vermutlich zu noch besseren Ergebnissen bzw. Erkenntnissen kommen.
„Im Großen wie im Kleinen“ - so lautet eine uralte spirituelle Erkenntnis. Fangen wir erst einmal im Kleinen an.
Letztendlich ist alles nur zusammenwirkende Energie, egal wie wir diese Energie auch immer definieren, als Schwingung, Klang, Licht oder Liebe.
Doch tun wir zuerst einmal das, was unser Verstand in der Regel tut - nämlich „ur-teilen“ (das Ursprüngliche zerteilen), die Dinge „unter-scheiden“ (sie zu trennen) und ihnen Namen zu geben.
Dann setzen wir sie wieder zusammen, so wie sie ursprünglich waren bzw. sind.
Nehmen wir einmal das Atommodell. In jedem Atom gibt es einen Atomkern, der aus Neutronen und Protonen zusammengesetzt ist. Dieser Atomkern wird umkreist von einem oder mehreren Elektronen.
Du kannst dir das wie ein winzig kleines Sonnensystem vorstellen: Der Atomkern ist die Sonne und die Elektronen sind die Planeten. Nur drehen sich die richtigen Planeten um die Sonne im Verhältnis „etwas“ langsamer.
Wenn wir Menschen ein Atom betrachten (mit speziellen Geräten), so nehmen wir es höchsten als einen kleinen pulsierenden Punkt war - als eine kleine zusammengehörende Einheit.
Es läge uns ferne, zu denken, dass die Elektronen nichts mit den Protonen im Atomkern zu tun haben und nur zufällig darum herumkreisen.
Mehrere Atome zusammen bilden ein Molekül. Moleküle sind die kleinsten Teilchen eines Stoffes, in das man ihn teilen kann, ohne dass er seine Eigenschaften verliert.
Es macht Sinn, ein Molekül als eine zusammenwirkende Einheit zu sehen, anstatt als zufällig zusammenbackende Atome.
Viele verschiedene Moleküle und Atome zusammen bilden Aminosäuren (Eiweiße).
Es macht auch Sinn, ein Eiweißbaustein als zusammenhängendes Ganzes zu betrachten und nicht als zufällig zusammenbackende Atome und Moleküle.
Viele Eiweißbausteine, Fette und andere Dinge zusammen bilden eine Körperzelle - eine zusammenwirkende Einheit.
Viele Körperzellen zusammen bilden wiederum eine zusammenhängende Einheit: Ein Organ (z. B. Leber, Magen, Haut, usw.).
Viele Organe bilden ein Körperteil (Arm, Kopf, usw.)
Alle Körperteile zusammen bilden einen Körper - eine zusammenwirkende Einheit.
Bis jetzt ist wahrscheinlich noch alles für jeden nachvollziehbar.
Doch bei uns Menschen hört es dann mit dem Einheitsbewusstsein in der Regel auf.
Wir betrachten die verschiedenen Körper und die verschiedenen Menschen als völlig getrennt voneinander.
Wir empfinden uns selbst in der Regel als getrennt von der Außenwelt und den anderen Menschen.
Dabei fällt uns das bei mehreren Tieren leichter, sie als zusammenwirkende Einheit zu sehen. Visualisiere einmal einen Schwarm Mücken, Bienen, Fische oder Vögel, die sich wie eine lebendige Wolke zu bewegen scheinen.
Stell dir einen großen Ameisenhaufen vor. Nie würden wir in den verschiedenen Ameisen einzelne Individuen sehen. (Womit ich dir natürlich nicht deine Individualität absprechen möchte, ganz im Gegenteil.)
Denke auch einmal an die Delphine, die absolut synchrone Sprünge aus dem Wasser ausführen können. (Sogar wenn sie gar kein Sichtkontakt zueinander haben.)
Jetzt stell dir einmal unseren Planeten Erde vom Weltraum aus betrachtet vor, mit all ihren Kontinenten, Ozeanen, weißen Polkappen und Wolkenfeldern.
Fällt es dir schwer, dir vorzustellen, dass die Erde ein zusammenwirkender Organismus ist - ein Wesen - ein Körper?
Die Naturvölker wissen es schon immer:
Sie ist unsere Mutter.
Jetzt gehe noch weiter weg und stelle dir unser Sonnensystem als Ganzes vor.
Stell dir unser Sonnensystem nun einmal in Zeitraffer vor und lass die Planeten sich immer schneller um die Sonne drehen, bis unser Sonnensystem schließlich als ein pulsierendes Ganzes betrachtet werden kann.
Nun sieht es genauso aus wie ein Atom, nur eben viel größer.
Im Großen wie im Kleinen. So schließt sich der Kreis. Man könnte jetzt noch immer weitergehen und unsere Galaxie als zusammenwirkendes Ganzes betrachten, dann das Universum und immer so weiter.
Das Witzige daran ist, dass in dieser unendlich großen zusammenhängenden Einheit wir Menschen uns selbst als völlig abgetrennte und davon unabhängig existierende Einzelwesen empfinden.
Wir empfinden uns als Fremdkörper auf der Erde, als wertloses Nebenprodukt unserer Gesellschaft, als Konkurrent unserer Arbeitskollegen oder sogar unserer Geschwister und als Gegner im Machtkampf in unserer Ehe.
Ich spreche hier bewusst davon, dass wir diese Abgetrenntheit „empfinden“. Es ist nicht nur so, dass unser Verstand (unser Ego) uns als Einzelwesen sieht, wir fühlen auch so. Wie nehmen uns so wahr.
Auf www.1-meditation.de biete ich verschiedene Meditationen und Fantasiereisen zum kostenlosen Download an, die dabei helfen sollen, das Einheitsbewusstsein zu erfahren.
Um den Sinn des Lebens für dich begreifen oder erkennen zu können, hilft die höhere Perspektive, sich über Zeit und Raum zu erheben.
Eine höhere räumliche Perspektive bekommen wir, indem wir uns aus der Distanz heraus und mit unserem Umfeld als zusammenwirkende Einheit betrachten, wie zum Beispiel
Eine höhere zeitliche Perspektive bekommen wir, wenn wir unsere Situation eingebettet in eine längere Zeitspanne betrachten, wie zum Beispiel